Ein großer Zyklus, der Anfang der Achtzigerjahre begonnen hat, geht nun zu Ende (Steinbock-Saturn Konjunktion Pluto am 12. Jan.). Wir stehen vor der Notwendigkeit, mit der Vergangenheit abzuschließen und tragfähige Fundamente für die Zukunft zu legen. Es finden gegenwärtig tiefgreifende Umwälzungsprozesse statt, und es bilden sich neue Machtverhältnisse heraus. Auch im persönlichen Erleben wird uns vor Augen geführt, was uns in unserem Leben Halt und Sicherheit verspricht und worauf wir in Zukunft bauen können. Was jetzt zu Bruch geht, hat seine Schuldigkeit getan. Loszulassen, was uns auf ungute Weise bindet, muss nicht in den freien Fall münden, auch wenn es sich zeitweise so anfühlt.
Wenn unsere Wertvorstellungen auf den Kopf gestellt werden, bleibt wenig, worauf wir zählen können. Umso besser, wenn wir jetzt Freunde haben, die uns geraderücken, sobald wir anfangen, verrückt zu spielen. Uns derzeit zum Narren zu machen, ist keine große Kunst – nicht mit dem Strom zu schwimmen dagegen schon. Selbstbestimmung ist ein hohes Gut, das wir nicht leichtfertig aufs Spiel setzen sollten (Wassermann-Sonne Quadrat Stier-Uranus am 23. Jan.). Was wir jetzt verlieren, könnte sich langfristig als Gewinn erweisen. Entscheidend dabei ist, dass wir in der richtigen Währung rechnen. Welche das ist, dürfte für Überraschungen sorgen. Gelassenheit ist derzeit ein Trumpf, der immer sticht.
Uns der Macht des Schicksals bewusst zu werden, unterstützt uns jetzt darin, Haltung zu bewahren und Rückgrat zu zeigen. Wir sind gegenwärtig großen Belastungen ausgesetzt, umso wichtiger ist es, uns auf Regeln und Ordnungen zu besinnen, die über das Tagesgeschehen hinaus auch langfristig Gültigkeit haben (Steinbock-Sonne auf der Saturn-Pluto-Konjunktion am 13.Jan.). Was wir entscheiden, muss Substanz haben und Beständigkeit garantieren. Machen wir es uns zu leicht, wird es schwierig.
Obwohl die Lage zu Jahresbeginn zweifellos ernst ist, besteht Anlass, uns unsere Zuversicht zu bewahren (Steinbock-Merkur Konjunktion Jupiter am 2. Jan.). Es gilt, mit freiem Kopf nach vorne zu blicken und Pläne zu schmieden, die realistisch sind und im Rahmen unserer Möglichkeiten liegen. Manche davon können wir auch gleich schwungvoll in Angriff nehmen (Mars wechselt in Schütze am 3.Jan.). Solange wir nicht auf zu vielen Hochzeiten gleichzeitig tanzen und unseren missionarischen Eifer rechtzeitig zügeln, kommen wir in großen Schritten voran.
Aus einer übergeordneten Perspektive sieht bekanntlich vieles sofort anders aus. Indem wir die Dinge mit anderen Augen sehen, kommen wir auf Ideen und Lösungen, die sowohl genial als auch verrückt sein können. Mitunter sind sie auch beides – und so mancher Groschen fällt nun besonders tief (Merkur wechselt am 16. Jan. in Wassermann und tritt am 18. Jan. ins Quadrat zu Stier-Uranus).
Es ist die Sehnsucht nach grenzenlosem Glück und vollkommener Liebe, die uns gegenwärtig antreibt (Fische-Venus Konjunktion Neptun und Quadrat Schütze-Mars am 27.Jan.). Nun zeigt sich, inwieweit Sigmund Freuds Sublimationstheorie auf uns Anwendung finden kann. Falls nicht, sind unsere Fantasie und Verführungskraft gefragt. Es gibt Versuchungen, denen wir nachgeben müssen, um sie zu überwinden.
Der Geschlechterkampf geht in eine neue Runde. Frieden wird erst dann einkehren, wenn das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung für alle gleichermaßen gilt. Solange immer jemand unten liegen muss, ist kein Paradies in Sicht (Lilith wechselt am 27. Jan. in Widder). Im Februar ist in der Liebe unsere Stärke gefordert, unabhängig davon, ob wir aufgrund unseres Begehrens mit uns selbst im Clinch liegen oder mit unseren Partnern (Venus wechselt am 7. Feb. in Widder und trifft auf Lilith und Chiron). Es ist nicht zu übersehen, wo wir wieder ganz von vorne anfangen müssen. Um unsere Beziehungen aufzufrischen, bedarf es nun mutiger Impulse. Je anständiger diese sind, desto besser.
Vollmond in Krebs (10.01.): Was der Bauch uns sagt, klingt selten logisch.
Neumond in Wassermann (24.01.): Innere Freiheit kann nicht von außen kommen.
Vollmond in Löwe (09.02.): Um mit dem Herzen gut zu sehen, brauchen wir Abstand von uns selbst.
Neumond in Fische (23.02.): Nur wenn wir Wunder für möglich halten, können wir welche bewirken.